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Die Angst vor einer weltweiten Ausbreitung der Schweinegrippe wächst: Es wird befürchtet, dass Reisende den gefährlichen Virus A/H1N1 von Mexiko in die ganze Welt tragen!

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schlägt bereits Seuchenalarm! Grund: In Mexiko starben bis gestern 86 Menschen, 1300 sind infiziert.

Fatal: Der Virus weist genetische Merkmale von Schweinen, Vögeln – und Menschen auf! Die Grippe überträgt sich daher von Mensch zu Mensch! Kommt sie bald in Deutschland an?

• Laut WHO hat die Grippe das „Potenzial für eine Pandemie“, also einer Krankheit, die sich weltweit ausbreiten kann.

• In Mexiko-Stadt (20 Mio. Einwohner und grösste Stadt der Welt) sind 70 Prozent aller Kneipen geschlossen, viele Menschen mit Atemmasken unterwegs. Bis zum 6. Mai bleiben Schulen und Universitäten zu. Gottesdienste und Fußballspiele sind abgesagt, öffentliche Veranstaltungen verboten. Soldaten suchen nach Menschen mit Symptomen (Fieber, Halsschmerzen).

• Rasend schnell sprang der Virus auf die USA über: Bei zwölf Patienten in Texas, Kansas, Ohio und Kalifornien ist die Krankheit bestätigt. Im New Yorker Stadtteil Queens zeigen nach einem Mexiko-Trip 100 Schüler Symptome – acht sind definitiv infiziert! In einer Kinderkrippe im Stadtteil Bronx sind 30 Kinder erkrankt – Verdacht auf Schweinegrippe. Sogar US-Präsident Barack Obama (47) wurde nach einem Staatsbesuch in Mexiko getestet – Ergebnis negativ. Gestern Abend riefen die USA den Gesundheits-Alarmzustand aus: Man rechne mit einem „Marathon“, so das Weiße Haus.

• Die Grippe erreicht auch Europa! In Spanien stehen drei Menschen unter Beobachtung, die aus Mexiko zurückgekehrt waren. In Frankreich gibt es vier Verdachtsfälle.

• In Frankfurt/Main landeten gestern zwei Flieger aus Mexiko. Die Besatzung achtete gezielt auf Grippesymptome, die 625 Passagiere schienen alle gesund.

Die deutschen Behörden nehmen die Gefahr sehr ernst: „FĂĽr den Fall einer Influenzapandemie“, warnt das MĂĽnchner Gesundheitsamt, „sind alle … Krankenhäuser, Behörden … und Ă„rzteschaft auf die Notwendigkeit eigener Pandemiepläne hingewiesen worden.“ Zur Vorbereitung rät das Amt: „Vermeiden von Handkontakt, Anniesen und Anhusten (…) und grĂĽndliches LĂĽften.“

Die Krisenstäbe in den Bundesländern wurden gestern per Telefonkonferenz mit dem Robert-Koch-Institut (Berlin) zusammengeschaltet. Sobald der erste Infizierte auftaucht, tritt der Notfallplan in Kraft: Kontrollen an den Flughäfen, Verteilen von Grippemitteln (z. B. Tamiflu) an Ärzte, Polizisten.

Die Seuche rückt näher – Deutschland ist gewarnt.

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