Bern. ap/baz. Erstmals seit zwei Jahren ist in der Schweiz wieder ein Fall von Vogelgrippe festgestellt worden. Das hochansteckende Virus H5N1 wurde bei einer Tafelente auf dem Sempachersee im Rahmen des Überwachungsprogramms gefunden, wie das Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) am Donnerstag mitteilte. Der Vogel zeigte keinerlei Krankheitssymptome.
Die Behörden halten trotz des neuen Falls keine zusätzliche Massnahmen wie etwa ein Freilandhaltungsverbot für angebracht. Die Vogelgrippe sei in Wildvogelpopulationen nicht weit verbreitet und eine Einschleppung in eine Geflügelhaltung selbst rund um den Sempachersee sei wenig wahrscheinlich. Hingegen bleiben die seit dem vergangenen 15. Oktober geltenden Schutzmassnahmen in Kraft: Rund um grössere Seen müssen Geflügelhalter ihre Tiere an einer überdachten Stelle füttern und tränken. Wildvögel müssen von Wasserflächen fern gehalten werden und Hühner müssen getrennt von Enten und Gänsen gehalten werden.
