Virus von Schülern nach Neuseeland eingeschleppt?
Experten warnen seit Jahren vor einer Grippe-Pandemie. Gemeint ist die weltweite Ausbreitung eines Virus, gegen den keine Impfmöglichkeit besteht. Für den Fall haben auch deutsche Behörden aufwendige Vorsorge- und Krisenablaufpläne erarbeitet und unter anderem große Mengen antiviraler Medikamente eingelagert.
Russland hat wegen der Schweinegrippe bereits eine Reisewarnung für Mexiko ausgesprochen. Nur dringende Reisen sollten unternommen werden, sagte ein Sprecher von Ministerpräsident Wladimir Putin laut einem Bericht der Agentur RIA Nowosti. Die nationale Gesundheitsbehörde kündigte strengere Kontrollen insbesondere auf Flughäfen an.
Offenbar ist das Virus mittlerweile auch in Neuseeland angekommen. Zehn Jugendliche wurden nach der Rückkehr aus Mexiko unter Quarantäne gestellt. Die Schüler im Alter von 15 bis 18 Jahren hatten über grippeähnliche Symptome geklagt, ein Influenza-Schnelltest fiel positiv aus. Bislang sei jedoch nur eine Infektion mit einem Influenza-A-Virus nachgewiesen, zu denen auch der neue, in Mexiko grassierende Erreger gehört.
Ob die Schüler sich mit dem mutierten Schweinegrippevirus angesteckt haben, ist noch unklar. Testergebnisse seien erst in einigen Tagen zu erwarten, sagte Gesundheitsminister Tony Ryall.
Auch bei Schülern einer Schule in New York fiel ein Influenza-A-Test positiv aus. In den USA gibt es elf bestätigte Fälle von Schweinegrippe. Nach Angaben des zuständigen ärztlichen Direktors der US-Gesundheitsbehörde CDC, Richard Besser, traten sieben in Kalifornien und jeweils zwei Fälle in Texas und Kansas auf.
In Deutschland gibt es bislang keine Verdachtsfälle von Schweinegrippe. Auch in der Europäischen Union ist nach Angaben der EU-Kommission bisher noch kein Fall von Schweinegrippe aufgetreten. Ein erster Verdachtsfall bei einem Flugbegleiter der British Airways in London bestätigte sich nicht.
