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Wermsdorf. Nach dem ersten Ausbruch der gefĂ€hrlichen Vogelgrippe in einem deutschen Nutztierbestand denkt der Chef der betroffenen GeflĂŒgelfarm im sĂ€chsischen Wermsdorf nicht ans Aufgeben. „Wir haben in der Familie beschlossen weiterzumachen“, sagte Lorenz Eskildsen am Freitag in einem dpa-GesprĂ€ch. In seinem Tierbestand war Anfang April das auch fĂŒr den Menschen gefĂ€hrliche Grippevirus H5N1 Asia nachgewiesen worden. Auf seinem Hof wurden daraufhin insgesamt 16 000 Puten, GĂ€nse und HĂŒhner getötet. Insgesamt starben in der Drei-Kilometer-Sperrzone knapp 22 000 StĂŒck GeflĂŒgel.Derzeit sei die voraussichtlich bis Ende kommender Woche dauernde letzte Phase der Desinfektion angelaufen. „Der Betrieb muss komplett clean gemacht werden und dann noch 30 Tage ruhen“, sagte Eskildsen, dessen Tiere sich seit dem in Kraft treten des Aufstallungsgebots in StĂ€llen befanden. Bevor es an den Wiederaufbau gehe, wolle er sich mit einem Expertenteam - unter anderem den Seuchenexperten des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) - beraten.

„Es geht darum, was sinnvoll ist, an Tieren zu halten“, sagte Eskildsen. „Ich möchte das nicht noch einmal erleben, was ich durchgemacht habe. So etwas darf nie wieder passieren.“ Ungeachtet der jetzigen Situation werde er die 15 Mitarbeiter der Farm weiter beschĂ€ftigen. Neben Wermsdorf betreibt Eskildsen in den neuen BundeslĂ€ndern sechs weitere Standorte mit insgesamt 120 BeschĂ€ftigten. „Ich schaue trotz allem optimistisch in die Zukunft“, sagte der Farm-Chef.

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